Schulbeschreibung

Die Eduard-Schlegel-Schule Isny ist eine staatliche Förderschule in Trägerschaft der Stadt Isny imAllgäu. 

 Hier werden Kinder und Jugendliche, die aus verschiedenen Gründen im Lernen beeinträchtigt sind, in kleinen Klassen ganzheitlich gefördert.  

Umgesetzt wird dies durch differenzierende und handlungsorientierte Arbeits- und Unterrichtsformen nach dem Prinzip der optimalen Passung. Grundlage des pädagogischen Handelns ist das gemein- sam erarbeitete Leitbild 

Die ESS kooperiert mit 6 Grundschulen im Einzugsbereich der Stadt Isny. Einmal pro Woche besucht unser Sonderpädagogischer Dienst jeweils eine dieser Schulen. Der kollegiale Austausch, die gemeinsame diagnostische Arbeit und die gezielte Förderung von Grundschulkindern steht im Mittelpunkt dieser Kooperationsbemühungen.

Kooperationsziel ist, durch zusätzliche Förderung zu ermöglichen, dass die Schullaufbahn in der Regelschule fortgesetzt werden kann. Sollte es sich erweisen, dass die notwendigen Fördermaß- nahmen von der Schule nicht leistbar sind, unterstützt die Eduard-Schlegel-Schule die Eltern und die Lehrer/ innen der Regelschule subsidiär bei der Klärung der Lernortfrage. 

Den Antrag auf Feststellung der Förderschulbedürftigkeit stellt der Schulleiter/ die Schulleiterin der Regelschule. 

Am Runden Tisch wird eine eventuell notwendige Umschulung einvernehmlich vereinbart. 

Wird ein Schüler/ eine Schülerin bei uns aufgenommen, wird die weitere Schulentwicklung im Ent- wicklungsspiegel  begleitet (ILEF= individuelle Lern- und Entwicklungsbegleitung). Darin werden regelmäßig in kooperativer Kommunikation zwischen Schüler/in, Eltern und Lehrer/in individuelle Entwicklungsziele formuliert, Leistungshorizonte beschrieben und der Lernfortschritt dokumentiert. Dabei kann z. B. eine Zielvereinbarung die Rückschulung in die Regelschule sein, die dann gegebenenfalls in Absprache mit der aufnehmenden Schule zur Probe erfolgt. Im Schuljahr erfolgen im Schnitt 3- 4 Rückschulungsversuche.

Im Schuljahr 2013/14 wurde in enger Kooperation mit der GS Isny die Konzeption einer gemeinsamen Inklusionsklasse erarbeitet. Seit diesem Schuljahr werden Schüler/innen der Offenen Eingangsklasse bei Bedarf und auf Antrag der Eltern in der GS Isny inklusiv beschult. Es ist geplant, für alle Klassen der Grundstufe ein solches Inklusionsangebot anbieten zu können.

Die Sonderpädagogische Beratungsstelle für Sprachtherapie und Frühberatung versteht sich als Angebot für Kinder im Vorschulalter der Region Isny. Die Eduard-Schlegel-Schule investiert in dieses Arbeitsfeld 6 Lehrerwochenstunden. Drei Kolleginnen unserer Schule sind regelmäßig in den Isnyer Kindergärten präsent. Dort beobachten und fördern sie gemeinsam mit den Erzieherinnen Kinder, die das letzte Jahr im Kindergarten verbringen. Sollte sich im Rahmen dieser Kooperation herausstellen, dass deren Einschulung in die Grundschule fraglich ist, können sie in unsere Offene Eingangsklasse eingeschult werden. 

Dies geschieht in nur in Absprache mit den betroffenen Grundschulen  und im Einvernehmen mit allen Beteiligten.

Ziel dieser einjährigen Maßnahme ist eine Rückschulung in die 1.Klasse der Grundschule. Die Rück- schulungsquote liegt zwischen ca. 70 – 80 %.

Darüber hinaus bietet die Beratungsstelle in Einzelfällen eine ambulante Sprachtherapie an.

Mit der Förderberufsfachschule im Stephanuswerk Isnybesteht eine 2-jährige Kooperation. Die Eduard-Schlegel-Schule stellt für diese Kooperation 5 Lehrerwochenstunden bereit. Bei dieser  be- rufsvorbereitenden Maßnahme erhalten  die Schüler/innen an einem Praxistag einmal pro Woche erste Einblicke in verschiedene Berufsbilder und lernen die Anforderungen der Berufswelt kennen. 

Das 10. Schulbesuchsjahr schließen die Schüler/ innen in der Regel im Stephanuswerk mit der Hauptschulabschlussprüfung ab. In den meisten Fällen eröffnen sich über die im 10. Schulbesuchs- jahr zahlreichen Betriebspraktika und die regelmäßige begleitende Beratung durch die Agentur für Arbeit, Abteilung berufliche Rehabilitation, realistische Berufsperspektiven, z.B. nach dem RAZ-Modell.

Seit dem Schuljahr 2008/09 wird die Eduard-Schlegel-Schule als Erlass-Ganztagesschule betrieben. Zusätzliches Personal wird über das Lehrbeauftragten- Modell und über das Jugendbegleiter- Modell mit kollegialer Unterstützung durch das Gymnasium Isny, rekrutiert. Der Schulträger hat zudem über die Akademie Südwest eine FsJ- Stelle für die der Eduard-Schlegel-Schule angestellt.

Unsere Arbeit wird wesentlich unterstützt durch den Förderverein der Eduard-Schlegel-Schule. Bastelnachmittage, Bazarverkäufe, Aktivitäten beim alternativen Isnyer Kinderfest, und besonders die Unterstützung erlebnispädagogischer Unternehmungen sind die Schwerpunkte der Vereinshilfe. 

Die Eduard-Schlegel-Schule war am Projekt Regionale Bildungslandschaft im Landkreis Ravensburgbeteiligt und hat im Rahmen dieses Projektes 3 Selbstevaluationszyklen durchlaufen. Ein daraus abgeleitetes Schulentwicklungsvorhaben ist die Einführung der Ganztagesschule.

Die Eduard-Schlegel-Schule ist differenziert aufgestellt und durch vielfältige Kooperationen vernetzt. Überganstransparenz besteht zu den Einrichtungen aller Kooperationspartner. Besonders durchlässig ist der Eingangsbereich (offene Eingangsstufe), der einen sanften Übergang Vorschule- Schule er- möglicht. Die Kooperation mit der Förderberufsfachschule gewährleistet, dass alle Schulabgänger/ innen mit einer beruflichen Anschlussmaßnahme versorgt werden und so der Übergang Schule- Beruf erfolgreich vollzogen werden kann.