| Aus der Geschichte unserer Schule | ||
| Nach
einem Ratsprotokoll der Stadt wurde in Isny am 7.März
1935 eine zweiklassige Hilfsschule eingerichtet. Dies geschah
im Zuge der Zusammenlegung der Katho- lischen Stadtschule mit der Katholischen
Bezirksschule, die vormals eine eigene Schule für die Vorstadt war. Doch
diese Schule wurde nach dem Zweiten Weltkrieg nicht fortgeführt. Gründe
dafür sind nicht dokumentiert. Bis zum Jahr 1955 gab es im oberschwäbischen Raum zwischen Ulm und Friedrichshafen keine solche öffentliche Schule mehr. Schüler mit Lernproblemen saßen ihre Schulzeit in den Volksschulen ab und wurden nach Beendigung ihrer Schulpflicht nicht selten aus der Klasse fünf oder sechs ohne Schulabschluss entlassen. Nach jahrelangem Drängen der Lehrer-und Elternschaft, erfolgte in den Jahren 1955 bis 1957 die Einrichtung von Hilfsschulen in Biberach, Ravensburg und Friedrichshafen. Im Herbst 1959 wurde in Isny eine einklassige Hilfsschule eröffnet. Die Klasse umfasste 19 Schüler im gesamten schulpflichtigen Alter. Im Sommer 1960 übernahm Johannes Konrad, als ausgebildeter Hilfsschullehrer, die Ein-Klassen-Schule. Sie wuchs nun kontinuierlich. Alle zwei Jahre kam eine weitere Klasse hinzu. 1967 wurde Herr Konrad zum Schulleiter ernannt. Seit 1965 hieß seine Schulart landesweit: Sonderschule für Lernbehinderte. Zu diesem Zeitpunkt stiegen die Schülerzahlen aller Isnyer Schulen. Gleichzeitig herrschte akute Schulraumnot. |
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| Im
Gründungsjahr begann der Unterricht im alten Gebäude des Progymnasiums,
das diese Schule nach dem Bau des neuen Schulgebäudes am Rain verlassen
hatte. Zusammen mit einigen Klassen der Grundschule und der Wirtschaftschule
wurde in dieser abbruchreifen Schule unterrichtet- an der Stelle, wo das
heutige Postgebäude steht. Nach dem Abriss des Gebäudes war der damalige
Neubau der Hauptschule am Rain allerdings noch nicht fertig. Die "besondere"
Schule ging auf Wanderschaft: in den Mannschaftsraum der Feuerwehr, ins
Schützenhaus und in Klassenräume des neuerbauten Gymnasiums. 1968 zählte die Schule 85 Schüler, die von vier Lehrkräften unterrichtet wurden. Nach dem Neubau der Hauptschule am Rain und der damit erfolgten Zusammenlegung der Katholischen und Evangelischen Volksschule zur gemeinsamen Grund-und Hauptschule, hatten auch wir -bis heute- unser endgültiges Zuhause gefunden: Im ersten Obergeschoss des Schulgebäudes am Rain. Die Schülerzahl stieg Mitte der siebziger Jahre auf über 140 an. Seit 1978 begann Die Rückläufigkeit der Schülerzahlen. Damalige Gründe: geburtenschwache Jahrgänge und der Neubau einer großen Sondervolksschule in Kempten (heute: Privates Sonderpädagogisches Förderzentrum Kempten, Rektor Dr. Haberkorn). Die Kinder aus dem Weitnauer und Wenger Tal, die bis dahin nach Isny kamen, besuchten nun die bayerische Schule. |
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Im
Winter 1988 musste nach mehr als zwanzigjähriger
Schulleitung Rektor Johannes Konrad aus gesundheitlichen Gründen die Schule
verlassen und aus dem Dienst scheiden. Mit Beginn des Schuljahres
1991/92 nahm die Beratungsstelle ihre wichtige sonderpädagogische
Arbeit auf. Als erste Isnyer Schule erhielt die Förderschule einen Eigennamen: Eduard-Schlegel- Schule, nachdem der Isnyer Gemeinderat dem Antrag der Schulkonferenz im März 1992 zugestimmt hat. Die Schule wurde nach dem im Jahr 1787 in Isny geborenen Eduard Schlegel benannt. Er hat sich besonders um die Armen der Stadt verdient gemacht und in der Wassertorstraße 13, dem ehemaligen Pfarrhaus die Elementarschule gegründet. Einen für die Schule bedeutsamen Schritt unternahmen die am Schulleben Beteiligten mit der Gründung des Fördervereins der Eduard-Schlegel-Schule im Jahr 1992. Im Schuljahr 2000/
01 ist Rektor Paul Köder in den Ruhestand getreten. Er hatte
die Schule lange Jahre mit viel Engagement und Geschick geleitet. Die
einjährige Vakanz bis zur Neubesetzung wurde vorbildlich durch die Stellvertretende
Schulleiterin, Frau Dorothee Grözinger, überbrückt. Im
Juli 2002 wurde schließlich der neue Rektor, Herr Reinhard
Harr, eingesetzt. Im Stadtentwicklungskonzept bekennt sich der Schulträger,
die Stadt Isny, klar und deutlich zum bestehenden Schulstandort. |
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